Panang Curry Paste

Panang Curry, 1. Versuch

Das Panang Curry ist köstlich, cremig und aromatisch. Es hat nicht so viel Flüssigkeit wie die Curries mit roter oder grüner Currypaste – im Kochkurs wurde mir gesagt es wäre ein „dry curry“. Die Panang Curry Paste habe ich nun zum ersten Mal versucht alleine zu Hause herzustellen. Ich sags gleich, die Herstellung selbst vorzunehmen ist was für Liebhaber, aber ich wollte es mal ausprobieren. Gelungen ist es mir noch nicht ganz…

Geschmeckt hat es zwar jetzt schon unglaublich köstlich, die Optik hat noch nicht ganz gestimmt. Nun hat mich der Ehrgeiz gepackt und die Currypaste muss beim nächsten Mal noch besser hinhauen. Ich glaube es liegt daran, dass ich vergessen habe die getrockneten Chilis eine Zeit lang in Wasser einzuweichen. Ich nehme an, dass ich sie deshalb im Mörser nicht so gut zerkleinern konnte, die Paste deshalb nicht ganz so fein und die Sauce deshalb nicht ganz so rötlich wurde. Ich werde das nächste Mal auch ein bisschen weniger Chilis nehmen – das Ganze hat zwar köstlich geschmeckt, war aber auch eine Spur zu scharf. Und zuguter Letzt werde ich beim nächsten Mal auch Gemüse verwenden statt Tofu, darauf hab ich schon große Lust. Vielleicht Pilze und Süßkartoffeln… mal abwarten was mir in die Hände fällt.

Zutaten (2 Portionen)

Für die Curry-Paste (5 Portionen – davon müssen wir etwas mehr herstellen):

  • 2 EL Zitronengras, möglichst fein geschnitten
  • 2 TL Galangal, möglichst fein geschnitten
  • 1 TL (Kaffern)Limettenschale, möglichst fein geschnitten
  • 3 EL Knoblauch, gepresst
  • 3 EL Schalotte, möglichst fein geschnitten
  • 1 Korianderwurzel, möglichst fein geschnitten
  • 3 große rote getrocknete Jalapeno-Chilis (bereits reduzierte Anzahl)
  • 7 kleine rote getrocknete Chilis (bereits reduzierte Anzahl)
  • 1 TL Salz grobes
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Sternanis
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/4 TL Pfefferkörner
  • Salz

Für das Gericht:

  • 1,5 Tassen Kokoscreme
  • 2 EL Panang Curry Paste
  • Tofu oder Gemüse nach Geschmack
  • Limetten oder Zitronenblätter
  • 1 kleine rote Chili
  • Thai Basilikum
  • Sojasauce
  • (Palm)Zucker
  • Erdnüsse und/oder Erdnussmus
  • eine Tasse Jasminreis

Variationsmöglichkeiten: Ich selbst habe keine Limettenblätter bekommen – der Thai Shop kann sie zumindest aus Thailand nicht mehr importieren. Angeblich aufgrund eines Importverbots. Möglicherweise findet man in Gourmet-Supermärkten welche, die in der EU produziert werden. Oder ihr haltet nach Zitronenblättern Ausschau… die sollte es eigentlich auf jeden Fall aus Italien geben. Thai Basilikum ist im Thai Shop sehr günstig zu haben, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Zubereitung

Zuerst die Currypaste:

  1. Zuerst die Chilis vorbereiten: Bei den großen Chilis die Kerne entfernen und für 15 Minuten einweichen und dann gut abtropfen lassen, danach klein schneiden. Achtet immer auf eure Finger. Wenn ihr welche habt, zieht Einweg- oder Küchenhandschuhe an, keinesfalls in die Augen fahren, nachdem ihr mit den Chilis rumgewerkelt habt!
  2. In der Zwischenzeit die anderen Zutaten so klitzeklein wie möglich schneiden/pressen und die Gewürze vorbereiten. Wenn ihr sie wie ich ungemahlen habt, dann röstet sie kurz ohne Öl in einer Pfanne an und zerkleinert sie dann im Mörser. Dann in eine Schüssel umfüllen und zur Seite stellen.
  3. Nun werden die großen und die kleinen Chilis mit dem Salz im Mörser zerstampft. Auch hier auf eure Augen aufpassen, dass es nicht in die Augen spritzt! In meinem Fall habe ich mit den trockenen Chilis den scharfen Staub eingeatmet und musste plötzlich total viel husten…
  4. Dann Korianderwurzel, Schalotte, Knoblauch hinzufügen und ordentlich zerstampfen. Das kann schon eine Weile dauern…
  5. Zuletzt die Gewürze noch untermischen. Dann ist die Panang Currypaste fertig!

Für das Gericht:

  1. Reis für die Beilage waschen und kochen. 1 Teil Reis, 2 Teile Wasser und eine Prise Salz.
  2. Ich habe den Tofu ein wenig mit Sojasauce mariniert und mit Sesam angebraten damit er auch etwas Eigengeschmack hat. Dann zur Seite stellen. Alternativ entsprechend das Gemüse vorbereiten und bereits dünsten oder anbraten damit es danach nicht mehr viel Garzeit benötigt.
  3. Limetten- oder Zitronenschale waschen und in feine Streifen schneiden, für später bereitstellen.
  4. Eventuell Erdnüsse ohne Öl anrösten und bereitstellen.
  5. Dann Kokoscreme erhitzen und stark aufkochen lassen, dabei nicht umrühren!
  6. 2 EL Panang Currypaste hinzufügen und einrühren.
  7. Dann Tofu oder Gemüse, geröstete Erdnüsse oder Erdnussmus hinzufügen, Sojasauce und Zucker einrühren, das Ganze köcheln lassen und die Sauce dabei reduzieren.
  8. Zuletzt werden vor dem Servieren Limetten- oder Zitronenschale, Thai Basilikum eingerührt und das Curry nach Belieben mit roten Chilis garniert. Mit Reis und noch einem kleinen Löffel Kokoscreme servieren.

…und genießen!

Auf dem Foto sieht das ja jetzt sehr unspektakulär aus… aber ihr müsst das einfach probieren. Diese Sauce ist einfach unglaublich – das beste Curry das ich je gegessen habe!

Panang Curry

Rezept inspiriert von Baipai Cooking School, Bangkok

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